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Raddampfer Gisela Traunsee

Schifffahrt am TraunseeBild vergrößern

Erlebnis Dampfschiff
Erleben Sie die Faszination eines der ältesten Dampfschiffe der Welt (Baujahr 1871). An Bord befindet sich auch das erste "schwimmende Postamt" Österreichs.

Ein "Muss" - nicht nur für Technikfreunde (letzte aktiv in Betrieb befindliche oszillierende Verbunddampfmaschine!) und Schiffs-Freaks.

Die Geburtsstunde der Gisela
Die Kiellegung für das bis heute größte Traunseeschiff "Gisela" - mit einer Länge von 52 Metern - erfolgte 1870. Es wurde nach Plänen von Joseph John Ruston in dessen Werft in Wien-Floridsdorf konstruiert und gebaut. Nach der Fertigstellung wurde das Schiff wieder in Einzelteile zerlegt, an den Traunsee gebracht und im Jahre 1871 zusammengesetzt. Die oszillierende (schwingende) Dampfmaschine wurde in der "Prager Maschinenfabirk AG", an der auch die Brüder Ruston beteiligt waren, angefertig.

Im Juni 1871 wurde die "Gisela", benannt nach der Tochter von Kaiser Franz-Joseph I,  zu Wasser gelassen. Am 24. September 1871 erfolgte die erste Probefahrt. Im Frühjahr 1872 erfolgte schließlich die offizielle Indienstellung der "Gisela". Der Betrieb erfolgte mit sechs Mann Besatzung und die Kommission erlaubte eine Beförderung von 501 Passagieren.

Ausstattung der "Gisela"
Der heckschiffige Passagierraum (Kaiserkabine) wies damals eine Besonderheit auf - er war an seinem Ende gegen das eigentliche Schiffheck hin nochmals abgeteilt. Dieser Raum wurde für Mitglieder des Hauses Habsburg reserviert. Sie mußten den Seeweg benutzen um nach Bad Ischl zu gelangen, da die Straßenverbindung zwischen Gmunden und Ebensee nicht ausreichend ausgebaut war.

Die zwei seitlich angebrachten Schaufelräder verfügen über 12 exzentrisch gesteuerte hölzerne Radschaufeln, deren Anstellwinkel immer einen optimalen Wirkungsgrad für den Antrieb ergibt. Die Schaufelräder können nicht einzeln gesteuert werden und sind daher nur für Vorwärts- bzw. Rückwärtsfahrt ausgestattet.

Das Deck am Heck war ursprünglich mit einem Sonnensegel überdacht, das nicht nur Schutz gegen Hitze und Sonne gewähren, sondern in erster Linie die lästigen Rußpartikel aus dem Schornstein fernhalten sollte.